IPv4 und IPv6 im Vergleich

IPv6 erweitert den Adressraum, während viele aktuelle Netze IPv4 und IPv6 parallel oder über Übersetzung bereitstellen.

Kurzantwort

IPv4 verwendet 32-Bit-Adressen in vier Dezimalblöcken, IPv6 dagegen 128 Bit in hexadezimalen Gruppen. Dual-Stack-Netze können beide gleichzeitig verwenden; weder IPv4 noch IPv6 garantiert automatisch Privatsphäre, Sicherheit oder bessere Leistung.

32 Bit gegenüber 128 Bit

IPv4 besitzt ein 32-Bit-Adressfeld, IPv6 ein 128-Bit-Feld. Der viel größere IPv6-Raum unterstützt das weitere Wachstum, ohne überall dieselbe öffentliche IPv4-Teilung zu benötigen.

Trotzdem erhält ein Gerät nicht zwingend eine einzige dauerhafte IPv6-Adresse. Schnittstellen können lokale, stabile und temporäre Werte gleichzeitig führen.

Notation und Datensätze

IPv4 wird als vier Dezimalzahlen geschrieben, etwa die Dokumentationsadresse 192.0.2.10. IPv6 verwendet hexadezimale Gruppen und darf Nullfolgen verkürzen, etwa 2001:db8::10.

DNS verwendet A-Datensätze für IPv4 und AAAA-Datensätze für IPv6. Werkzeuge sollten die Familie klar kennzeichnen.

  • IPv4: 32 Bit, dezimale Oktette.
  • IPv6: 128 Bit, hexadezimale Gruppen.
  • IPv4 kann nativ, privat plus NAT oder übersetzt sein.
  • IPv6 kann nativ, Dual Stack oder übersetzt sein.

Vertiefe das Thema mit Was ist eine IP-Adresse?, vergleiche es mit Öffentliche und private IP-Adressen im Vergleich oder nutze Öffentliche und private IP auf Android finden als nächsten praktischen Schritt.

Dual Stack und Pfadauswahl

Ein Dual-Stack-Netz bietet beide Protokolle. Betriebssystem und App wählen einen erreichbaren Pfad; zwei Dienste auf demselben Telefon können deshalb unterschiedliche Familien verwenden.

Ein öffentlicher Check beschreibt nur seine Anfrage. Wenn es wichtig ist, teste IPv4 und IPv6 getrennt. Provider können außerdem zwischen IPv6-Zugangsnetzen und IPv4-Zielen übersetzen.

Die Protokolldetails dieses Beitrags folgen RFC 3849 — IPv6 Address Prefix Reserved for Documentation und RFC 8981 — Temporary Address Extensions for IPv6; dort findest du verbindliche Begriffe und das Verhalten in Sonderfällen.

Warum eine Familie fehlen kann

Provider, Router, VPN oder Ziel können nur eine Familie unterstützen. DNS kann nur einen Datensatztyp liefern, oder Firewall und Testziel können Proben filtern. Ein fehlgeschlagener Ping beweist daher nicht allein, dass das gesamte Protokoll fehlt.

  • WLAN und Mobilfunk getrennt vergleichen.
  • VPN-Status notieren.
  • Bekannte Ziele beider Familien testen.
  • Anwendungsfunktion zusätzlich zur Probe prüfen.

Leistung, Privatsphäre und Sicherheit

IPv6 ist nicht automatisch schneller; Routing, Entfernung, Übersetzung und Last entscheiden. Keine Version erzeugt Anonymität. Temporäre IPv6-Adressen verringern einfache Langzeitkorrelation, verbergen aber nicht alle Kennzeichen.

Sicherheit benötigt bei beiden Versionen Firewalls, Updates, Anwendungsverschlüsselung und gute Netzkonfiguration.

Schreibweise und Einsatz auf einen Blick

IPv6 darf zusammenhängende Nullgruppen verkürzen, weshalb die Schreibweise ungewohnt aussehen kann. Ein Werkzeug sollte die Familie eindeutig beschriften, statt Nutzer die Doppelpunkte zählen zu lassen. Dokumentationsadressen sind Beispiele und keine Ziele für öffentliche Tests.

IPv4 und IPv6 im Überblick
EigenschaftIPv4IPv6
Adresslänge32 Bit128 Bit
Übliche SchreibweiseVier Dezimalblöcke, etwa 192.0.2.10Hexadezimale Gruppen, etwa 2001:db8::10
Lokale BereichePrivate Bereiche nach RFC 1918Link-Local und Unique Local
Heutiger BetriebNativ, übersetzt oder privat mit NATNativ, Dual Stack oder übersetzt
DNS-AdressdatensatzAAAAA

NAT und Übergangsnetze verbinden beide Welten

Wegen des begrenzten öffentlichen IPv4-Raums verwenden Heim- und Mobilfunknetze häufig private IPv4 plus Network Address Translation. IPv6 bietet einen viel größeren Adressraum, doch Firewallrichtlinien bleiben für eingehende Erreichbarkeit zuständig.

Provider wechseln nicht an einem einzigen Tag das Protokoll. Sie betreiben Dual Stack, übersetzen IPv6-Zugänge zu IPv4-Zielen oder teilen weiterhin IPv4 über Carrier-NAT. Die sichtbare öffentliche Adresse kann daher aus einem nativen oder übersetzten Pfad stammen.

Version allein entscheidet weder Leistung noch Privatsphäre

Die schnellere Route hängt von Entfernung, Peering, Last, Übersetzung und Zielunterstützung ab. Teste beide Familien unter ähnlichen Bedingungen, wenn ein VPN oder eine Teilstörung sie unterschiedlich behandeln könnte. Ein blockierter Ping beweist nicht, dass gewöhnlicher Anwendungsverkehr derselben Familie fehlt.

Temporäre IPv6-Adressen können einfache langfristige Korrelation erschweren, machen ein Gerät aber nicht anonym. Anwendungskonten, Cookies und andere Signale bleiben bestehen. Verschlüsselung, Updates, Firewall und sichere Konfiguration sind bei IPv4 wie IPv6 notwendig.

Adressfamilie im Ergebnis festhalten

Notiere bei jedem Test ausdrücklich IPv4 oder IPv6, Ziel und VPN-Status. Nur so erkennst du, ob beide Familien denselben erwarteten Weg nehmen oder eine Teilstörung nur ein Protokoll betrifft.

Öffentliche IP mit IP Finder prüfen

Vergleiche die internetseitige IPv4 und IPv6 der aktuellen Android-Verbindung.

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Häufige Fragen

Wie erkenne ich, ob eine Verbindung IPv4 oder IPv6 nutzte?
Prüfe die öffentliche Adresse der konkreten Anfrage oder nutze ein Werkzeug, das die Familie ausweist. Dual Stack kann je Ziel anders wählen.
Ist IPv6 automatisch schneller?
Nein. Der tatsächlich geroutete Pfad, Entfernung, Übersetzung und Auslastung sind entscheidend.
Warum ändert sich meine IPv6-Adresse?
Betriebssysteme können temporäre Adressen zusätzlich zu stabileren Werten verwenden. Das ist nicht automatisch ein Fehler.

Quellen

  1. RFC 791 — Internet Protocol — IETF
  2. RFC 8200 — Internet Protocol, Version 6 — IETF
  3. RFC 3849 — IPv6 Address Prefix Reserved for Documentation — IETF
  4. RFC 8981 — Temporary Address Extensions for IPv6 — IETF

Vergleich nach einem Netzwechsel wiederholen

Notiere den Kontext, wechsle WLAN, Mobilfunk oder VPN-Status und führe die passende Prüfung erneut aus.

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