Was eine IP-Adresse tatsächlich kennzeichnet
Eine IP-Adresse kennzeichnet eine Netzwerkschnittstelle in einem bestimmten Geltungsbereich, damit Pakete zu ihr weitergeleitet werden können. WLAN, Mobilfunk und eine virtuelle VPN-Schnittstelle können auf demselben Telefon verschiedene Adressen besitzen.
Adressen sind keine dauerhaften Gerätenamen. Lokale Leases, öffentliche Provider-Adressen und temporäre IPv6-Adressen können wechseln; eine öffentliche IPv4 kann zugleich von vielen Geräten geteilt werden.
Wie Pakete Quell- und Zieladresse verwenden
Ein IP-Paket enthält eine Quell- und eine Zieladresse. Router betrachten das Zielpräfix und wählen den nächsten Abschnitt. Der Zielserver sieht als Quelle möglicherweise eine vom Router, Carrier oder VPN übersetzte Adresse.
Darum beschreibt ein Web-Check den Weg, der ihn erreicht hat, und nicht sämtliche Adressen, die Android auf seinen Schnittstellen hält.
Vertiefe das Thema mit Öffentliche und private IP-Adressen im Vergleich, vergleiche es mit IPv4 und IPv6 im Vergleich oder nutze Wie funktioniert die IP-Suche? als nächsten praktischen Schritt.
Öffentlicher, privater und lokaler Bereich
Öffentliche Adressen nehmen an der Internet-Routingstruktur teil. Private IPv4-Bereiche sind für lokale Netze reserviert und können unabhängig wiederverwendet werden. IPv6 kennt unter anderem Link-Local- und Unique-Local-Bereiche.
Die wichtigste Frage lautet deshalb: Wo ist diese Adresse gültig und wer soll sie erreichen können?
- Öffentlich: für den Internetpfad sichtbar.
- Privat: innerhalb des lokalen Netzes verwendet.
- Link-Local: nur auf dem direkt verbundenen Abschnitt gültig.
- VPN-Ausgang: öffentliche Quelle für vom Tunnel erfassten Verkehr.
Die Protokolldetails dieses Beitrags folgen RFC 5737 — IPv4 Address Blocks Reserved for Documentation und RFC 3849 — IPv6 Address Prefix Reserved for Documentation; dort findest du verbindliche Begriffe und das Verhalten in Sonderfällen.
IPv4 und IPv6 können parallel arbeiten
IPv4 verwendet 32 Bit und meist vier Dezimalzahlen. IPv6 verwendet 128 Bit und hexadezimale Gruppen. Viele Netze sind Dual Stack und bieten beide Protokolle gleichzeitig an.
Zwei Anwendungen können unterschiedliche Familien wählen. Das Fehlen einer Familie in einem Test beweist nicht, dass das Gerät sie grundsätzlich nicht unterstützt.
Beispiel vom Heim-WLAN bis zur Webseite
Der Router gibt dem Telefon lokale Konfiguration. DNS liefert Adressdatensätze für das Ziel. Bei privatem IPv4 übersetzt der Router den ausgehenden Fluss häufig zu einer öffentlichen Quelle; IPv6 kann geroutet werden. Die Webseite protokolliert diese äußere Quelle.
Beim Wechsel zu Mobilfunk oder VPN ändert sich der erste beziehungsweise äußere Abschnitt. Solche Änderungen sind erwartbare Folgen eines anderen Pfads.
- Verbindung benennen
WLAN, Mobilfunk und VPN-Status festhalten.
- Adressfamilie benennen
IPv4 und IPv6 nicht vermischen.
- Geltungsbereich benennen
Lokal und öffentlich getrennt notieren.
- Erst dann vergleichen
Nur Werte desselben Zwecks gegenüberstellen.
Was eine IP-Adresse nicht verrät
Eine Adresse beweist weder Identität noch genauen Standort, Verschlüsselung oder Sicherheit. Sie kann geteilt werden, wechseln und nur in einem begrenzten Bereich gelten. Für eine Fehlersuche gehören Netzwerktyp, Zeit, Familie und VPN-Status zum Wert.
Adressbereiche im direkten Vergleich
Der Geltungsbereich beantwortet, wo eine Adresse sinnvoll ist. Private IPv4-Bereiche dürfen in voneinander unabhängigen Netzen wiederverwendet werden. Eine globale Adresse gehört dagegen zum gerouteten Pfad; eine Link-Local-Adresse bleibt auf dem direkt verbundenen Abschnitt. Der Typ sagt noch nichts über eine Person oder die Sicherheit des Verkehrs aus.
| Adresstyp | Geltungsbereich | Typische Zuweisung |
|---|---|---|
| Öffentliche IP | Öffentliches Internet-Routing | Provider, Mobilfunk, Hosting oder VPN |
| Private IPv4 | Heim-, Büro- oder anderes lokales Netz | Router oder Administrator |
| IPv6 Link-Local | Direkt verbundener Abschnitt | Schnittstelle nach IPv6-Regeln |
| IPv6 Unique Local | Ausgewählte private Netze | Lokales Netzwerkdesign |
Warum die verwendete Adresse wechseln kann
Anwendungen wählen anhand von Ziel, Routingtabelle und verfügbarer Adressfamilie einen Pfad. DNS kann A- und AAAA-Einträge liefern; das System kann IPv6 für ein Ziel und IPv4 für ein anderes verwenden. Ein VPN fügt eine virtuelle Schnittstelle und neue Regeln hinzu, während das zugrunde liegende WLAN weiterhin existiert.
Adressen können sich durch eine neue lokale Lease, eine neue Providerzuweisung, einen Mobilfunk-Gateway-Wechsel oder temporäre IPv6-Adressen ändern. Bewahre deshalb Zeitpunkt, Netzwerk und Familie auf. Erst dann lässt sich unterscheiden, ob zwei Werte denselben Zweck beschreiben.
Vier Fragen machen eine Adresse verständlich
Frage bei jedem Wert: Ist er IPv4 oder IPv6, auf welcher Schnittstelle steht er, in welchem Bereich gilt er und wer hat ihn zugewiesen? Notiere außerdem, welcher Dienst ihn beobachtet hat. Diese Fragen erklären, warum Android, Router und Webseite unterschiedliche Adressen zeigen können, ohne dass eines der Werkzeuge falsch arbeitet.