Lege fest, was das VPN ändern soll
Prüfe die Dokumentation des gewählten Servers oder Modus: erwartetes Ausgangsland, IPv4- und IPv6-Abdeckung, DNS-Verhalten und Split-Tunneling. Ohne diese Erwartung lässt sich ein fremder Wert nicht zuverlässig bewerten.
Verwende für beide Läufe dieselbe App oder denselben Browser und notiere Android Private DNS sowie Browser-Secure-DNS.
Ausgangsmessung ohne VPN
Trenne das VPN, behalte WLAN oder Mobilfunk bei und warte auf eine stabile Verbindung. Notiere öffentliche IPv4 und IPv6, Netzorganisation, ungefähres Land und alle DNS-Resolver samt Uhrzeit.
- VPN trennen
Auf inaktiven Tunnel warten.
- Öffentliche Werte erfassen
IPv4 und IPv6 getrennt notieren.
- DNS frisch testen
Alle Resolver speichern.
- Einstellungen ergänzen
Netz, Private DNS und Browser-DNS notieren.
Vertiefe das Thema mit DNS und DNS-Leak-Tests verstehen, vergleiche es mit Warum ist mein IP-Standort falsch? oder nutze IP Finder für Android als nächsten praktischen Schritt.
VPN verbinden und gleich wiederholen
Verbinde den vorgesehenen Server und warte, bis Android und VPN-App den aktiven Tunnel melden. Wiederhole dieselben IP- und DNS-Tests, ohne das zugrunde liegende Netz oder Testwerkzeug zu wechseln.
Vergleiche Ergebnis mit Ausgangsregion, Protokollabdeckung, DNS-Regeln und Split-Tunneling des Anbieters.
Die Protokolldetails dieses Beitrags folgen VPN developer guide und RFC 1034 — Domain Names: Concepts and Facilities; dort findest du verbindliche Begriffe und das Verhalten in Sonderfällen.
Was eine Änderung aussagt
Eine erwartete neue öffentliche IP zeigt, dass der geprüfte Pfad die VPN-Ausgangsquelle präsentiert hat. Ein erwarteter neuer Resolver zeigt, dass die DNS-Testnamen die vorgesehene Infrastruktur erreichten.
Bleibt eine Adressfamilie oder DNS unverändert, muss genau dieser Teil untersucht werden. Das kann durch Private DNS, Browser-DNS, Split Tunneling oder absichtliche Providerpolitik entstehen.
Unerwartete Ergebnisse untersuchen
Lade Tests nach dem Verbinden neu, prüfe IPv4 und IPv6 separat, kontrolliere App-Ausschlüsse, Android Private DNS und Browser-DNS. Probiere bei gleicher Basisverbindung einen anderen VPN-Server und vergleiche aktuelle Provider-Dokumentation.
Bleibt die Abweichung, sende Baseline, VPN-Ergebnis, Zeit, Einstellungen und Server an den Anbieter.
- Nicht eine vor dem Verbinden geladene Seite wiederverwenden.
- Nur eine Bedingung pro Vergleich ändern.
- Alle Resolver und Adressfamilien erfassen.
- Erwartetes Design mitliefern.
Was dieser Vergleich nicht zertifiziert
Die Prüfung erfasst nur die öffentlichen IP- und DNS-Wege der verwendeten Werkzeuge. Sie auditiert keine Kryptografie, kontrolliert nicht jede App und beweist weder vollständige Leak-Freiheit noch Anonymität.
IP Finder ist kein VPN-Auditor und verändert den Pfad nicht. Das Ergebnis ist reproduzierbare Evidenz für eine Supportanfrage, kein Sicherheitsabzeichen.
Die Vorher-Nachher-Ergebnisse richtig einordnen
Eine absichtliche Konfiguration kann unterschiedliche Ergebnisse erzeugen. Ein Browser außerhalb des Tunnels behält vielleicht den Ausgangswert, während eine andere App das VPN nutzt. Benenne deshalb die getestete App und vergleiche die Beobachtung mit IPv4-, IPv6-, DNS- und Split-Tunneling-Angaben des Providers.
| Beobachtung | Gestützte Aussage | Offene Frage |
|---|---|---|
| Öffentliche IP wechselt zum erwarteten VPN-Netz | Der getestete öffentliche Pfad zeigt den VPN-Ausgang | Ob jede App und Adressfamilie ihn nutzt |
| DNS wechselt zum erwarteten Resolver | Die Testanfragen erreichen erwartete Infrastruktur | Ob jede App dasselbe DNS-Verhalten hat |
| IP wechselt, DNS bleibt beim Ausgangsprovider | Öffentlicher und DNS-Pfad unterscheiden sich | Private DNS, Browser-DNS, Split Tunneling oder VPN-Regel |
| Eine Adressfamilie bleibt unverändert | Diese Familie braucht eine getrennte Prüfung | Ob das VPN sie unterstützt, blockiert oder umgeht |
Frische Tests und getrennte Adressfamilien verwenden
Lade einen öffentlichen IP-Check nach dem Verbindungsaufbau neu und starte einen neuen DNS-Lauf mit neuen Testnamen. Eine bereits geladene Seite oder eine Cacheantwort kann noch zur Ausgangsmessung gehören. Bewahre das zugrunde liegende WLAN oder Mobilfunknetz unverändert.
Prüfe IPv4 und IPv6 getrennt, weil ein Tunnel eine Familie anders behandeln kann. Wenn nur ein Ergebnis abweicht, untersuche genau diesen Pfad und ändere nicht gleichzeitig DNS, Server und Zugangsnetz. So bleibt die Ursache eingrenzbar.
Beobachtete Pfade sind kein vollständiges Sicherheitsaudit
Der Vergleich erfasst nur die IP- und DNS-Prüfungen der verwendeten Werkzeuge. Er untersucht weder die Kryptografie des Tunnels noch jede Anwendung, jedes Protokoll oder jede mögliche Verkehrsausnahme. Ein erwartetes Ergebnis ist daher kein allgemeines Gütesiegel.
Bei einer dauerhaften Abweichung sende dem Provider Ausgangsmessung, VPN-Ergebnis, Zeitpunkt, Server, Adressfamilie, Private-DNS- und Browser-DNS-Einstellung. Diese reproduzierbaren Daten helfen mehr als eine pauschale Aussage, das VPN sei undicht.